Vitrektomie
Die
Equine rezidivierende Uveitis (ERU), die im Kreise der
Pferdebesitzer eher als Periodische Augenentzündung
bekannt ist, gilt mit konservativen Behandlungsmethoden
als unheilbar, da in verschieden langen Zeitabständen
immer wieder Schübe auftreten. Sehr gute Ergebnisse
werden jedoch mit einem chirurgischen Eingriff, der
Vitrektomie (Glaskörperentfernung), erzielt. Mit einer
Wahrscheinlichkeit von bis zu 98% wird das Auftreten
weiterer Schübe unterbunden. Wenn das betroffene Auge
nur gering vorgeschädigt ist, kann dieser chirurgische
Eingriff die Sehfähigkeit des Patienten verbessern,
liegen bereits chronische Veränderungen vor, ist es in
der Regel möglich, wenigstens einen Rest an Sehfähigkeit
und den Augapfel zu erhalten. Die Wirkung der
Vitrektomie beruht darauf, dass Glaskörpermaterial und
Entzündungsprodukte aus dem Auge entfernt werden. Die
bei der Op eingeführte Infusionslösung wird vom Auge
innerhalb von kurzer Zeit durch Kammerwasser ersetzt.
Die
Operation wird in Vollnarkose durchgeführt. Der Zugang
zum Glaskörper des betroffenen Auges erfolgt über die
Wand des Augapfels zwischen dem äußeren Rand der
Netzhaut und dem Ziliarkörper. Zwei kleine Schnitte sind
nötig: über den ersten wird eine Infusion in das Auge
geführt. Der zweite stellt den Arbeitszugang dar, über
den die chirurgischen Instrumente eingebracht werden.
Das Glaskörpermaterial und enthaltene
Entzündungsprodukte werden entfernt und durch
Infusionslösung ersetzt.
In
der Pferdeklinik Fister wird diese operative Therapie
der Periodischen Augenentzündung seit Jahren mit einem
Gastchirurgen angeboten.


