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Podotrochlose/Strahlbeinentzündung (Bild 1):
Die Aufnahme des Hufbeins vorne beiderseits
wurde von der Sohle aus durchgeführt
(Palmaransicht).
In der Szintigraphie ergab sich eine deutlich
vermehrte Anreicherung in den Strahlbeinen vorne
beiderseits, rechts mehr als links.
Die Röntgenaufnahmen der Strahlbeine dieses
Pferdes zeigten beiderseits massiv veränderte
Gefäßkanäle (sog. "Lollipops") in der Oxspring-
und Skyline-Projektion.

Insertionsdesmopathie der Ligamenta collateralia
der Hufgelenke (Entzündung der
Hufgelenk-Seitenbänder) (Bild 2):
Ansicht der Zehe vorne beiderseits seitlich
(90°) und der Hufe von der Sohle aus
(Palmaransicht).
In der palmaren Projektion ist eine vermehrte
Anreicherung im Bereich der Ansätze der
Seitenbänder des Hufgelenkes am Hufbein
darstellbar, vorne rechts ist sowohl das innere
als auch das äußere Seitenband betroffen, vorne
links lediglich das äußere. In der seitlichen
Ansicht reichern die Hufbeine insgesamt diffus
an.
Röntgenologisch zeigten sich im Bereich der
inneren Ansätze der Seitenbänder deutliche
Ausziehungen am Knochen sowie eine sehr rauhe
Knochenstruktur am Hufbein, ultrasonographisch
waren beide inneren Seitenbänder deutlich
verdickt und von inhomogener Struktur.

Hufbeinastfraktur (Bild 3):
Ansicht der Zehe hinten beiderseits in der
seitlichen und rückwärtigen Projektion (90° und
180°).
Massive generelle Anreicherung im Hufbein hinten
links sowie deutlicher "Hot Spot" am inneren
Hufbeinast.
Im Röntgenbild war eine Fraktur des inneren
Hufbeinastes darstellbar.

Sesamoidose (Bild 4):
Ansicht der Zehe hinten beiderseits in der
seitlichen (90°) und rückwärtigen Projektion (Plantaransicht,
180°).
"Hot Spot" im lateralen Gleichbein hinten
rechts. Im Röntgenbild waren deutliche
Strukturauflösungen und eine sehr unruhige
Knochenkante darstellbar.
Linkes Hinterbein mit Normalverteilung des
Technetiums.

Spat (Bild 5):
Aufnahme der Sprunggelenke in 2 Ebenen (90° und
180°).
Hochgradige Anreicherung im Bereich der straffen
Gelenke des rechten Sprunggelenkes (TMT =
Tarsometatarsalgelenk und DIT = distales
Intertarsalgelenk) sowie geringgradige
Anreicherung der straffen Gelenke des linken
Sprunggelenkes.
Im Röntgenbild waren im Bereich des DIT
knochenauflösende (osteolytische) Prozesse
erkennbar, im Bereich des TMT dagegen zubauende.


Insertionsdesmopathie des Fesselträgerursprungs
(HSD = High Suspensory Desmitis) (Bild 6 und
Bild 7):
1. Aufnahme der Sprunggelenke in 2 Ebenen (90°
und 180°).
Massive Anreicherung im Bereich des
Fesselträgerursprungs hinten links, sowohl in
der seitlichen als auch der rückwärtigen
Ansicht.
Röntgenologisch war eine Avulsionsfraktur (=“Ausrissfraktur“)
nachweisbar, ultrasonographisch stellte sich der
Fesselträger im Ursprungsbereich deutlich
verdickt dar.
2. Aufnahme der Vorderfußwurzelgelenke in
seitlicher und frontaler Projektion (90° und
0°).
Ebenfalls deutliche Anreicherung im Bereich des
Fesselträgerursprungs vorne links in beiden
Ebenen.
Das Röntgenbild zeigte eine Veränderung der
Knochenstruktur im Ursprungsbereich des
Fesselträgers, jedoch keine Avulsionsfraktur.
Ultrasonographisch ließ sich in diesem Fall
jedoch keine Verdickung des Fesselträgers
darstellen.

Bild 8

Bild 9

Bild 10
Kniegelenksarthrose/Gonarthrose (Bild 8, Bild 9
und Bild 10):
Seitliche Aufnahmen der Knie (90°) sowie
frontale Ansicht (0°).
Bild 8: Anreicherung des Radionuklids im rechten
Knie.
Die Arthroskopie ergab einen Einriß des inneren
Meniskus sowie eine deutliche
Knorpeldegeneration, jedoch waren
röntgenologisch keine Veränderungen im Knie
darstellbar.
Bild 9: Anreicherung im rechten Knie im Bereich
des Ansatzes des vorderen Kreuzbandes.
Im Röntgenbild war ein zystoider Defekt im
Bereich des "Hot Spot" darstellbar. Der Ausriß
des vorderen Kreuzbandes mit seinen
Folgeerscheinungen ist Ursache der Lahmheit.
Bild 10: Anreicherung im Bereich der Tuberositas
tibiae des rechten Knies.
Es war kein röntgenologischer Befund und keine
Veränderungen der Kniescheibenbänder im
Ultraschall darstellbar.
Verdachtsdiagnose: Knochenödem.

Kissing Spine-Syndrom (Bild 11):
Seitliche Ansicht rechts und links im Bereich
der Sattellage.
"Hot Spots" im Bereich von 3 nebeneinander
liegenden Dornfortsätzen.
Im Röntgenbild stellten sich die entsprechenden
Dornfortsätze z.T. überreitend und osteolytisch
(knochenauflösend) dar.
Fortgeschrittenes Stadium des Kissing
Spine-Syndroms.

Spondylose (Bild 12):
Ansicht des Rückens im Bereich der Sattellage.
Vor allem in der seitlichen Ansicht von links
ist im Bereich der hinteren Sattellage eine
hochgradige Anreicherung des Radionuklids an der
Unterseite der Wirbelkörper darzustellen. Das
zugehörige Röntgenbild zeigte dort massive
Verknöcherungen der ventralen Wirbelsäule, aber
auch 1 Dornfortsatz-Engstand im Bereich der
hinteren Sattellage sowie knöcherne Zubildungen
an 2 weiteren Dornfortsätzen im vorderen
Sattellagenbereich. Aufgrund der schlechten
Prognose und der akuten Schmerzhaftigkeit führte
dies zu einer Unbrauchbarkeit des Pferdes
bezüglich der reiterlichen Nutzung.

Arthropathie der Iliosacralgelenke
(Kreuzdarmbeingelenke) und der lumbosacralen
Intertransversalgelenke (Bild 13):
Aufsicht auf das Kreuzdarmbeingelenk und die
Lendenwirbelsäule.
Massiv vermehrte Anreicherung des Radionuklids
im rechten ISG und geringgradige Hofbildung im
Bereich des linken ISG.
In der transrektalen Ultraschalluntersuchung
waren osteophytäre Zubildungen an den
lumbosacralen Intertransversalgelenken und am
ISG beiderseits sowie eine deutliche
Verbreiterung des Ligamentum ventrale
rechtsseitig darstellbar.

Zahnfraktur (Bild 14):
Ansicht Schädel seitlich (90°).
Anreicherung des Radionuklids im Bereich des 4.
Backenzahnes (M1) des linken Oberkiefers. In der
Röntgenaufnahme war eine Fraktur des M1
darstellbar, zudem bestand klinisch eine eitrige
Infektion der Kieferhöhlen beiderseits. |