PferdeZentrum Fister, Bilsen

Pferdezentrum Fister - Gesundheit und SportPferdezentrum Fister in Bilsen

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Tierärztliche Klinik für Pferde

Gastroskopie

Mit Hilfe der Gastroskopie (endoskopische Spiegelung der Speiseröhre und des Magens) können entzündliche, degenerative und anatomische Veränderungen der Speiseröhre, des Magens und des Anfangsbereiches des sich anschließenden Dünndarms (Zwölffingerdarms) diagnostiziert werden. Ein nicht seltener Befund sind beispielsweise Veränderungen der Magenschleimhaut und Magengeschwüre. Derartige Veränderungen führen oftmals zu rezidivierenden Koliken im Zusammenhang mit der Futteraufnahme und können in der Routinekolikdiagnostik nur im Ausschlussverfahren erkannt werden.

Die Untersuchung wird mit Hilfe eines speziellen, etwa 3m langen Endoskops, dem Gastroskop,  durchgeführt. Es ist an einen Monitor angeschlossen, auf den das Bild übertragen wird. Eine Spülvorrichtung verbessert die Sicht während der Untersuchung. Über einen Arbeitskanal lassen sich im Bedarfsfall Instrumente zum Entnehmen einer Gewebeprobe (Biopsie) einführen. In unserer Klinik wird ein sogenanntes Videoendoskop verwendet. Dieses ist wesentlich leistungsstärker in der übertragenen Bildqualität als die herkömmlichen Glasfaserendoskope.

In der Regel sollte der Patient mindestens 24 Stunden vor dem Eingriff kein Futter aufnehmen, damit kein Nahrungsbrei die Sicht verhindert. Die Gastroskopie wird dann am stehenden, sedierten Pferd vorgenommen. Zunächst wird eine Nasenschlundsonde in den Magen geschoben, um gegebenenfalls restlichen Mageninhalt zu entfernen und den Magen mit Wasser zu spülen. Dann wird der die Optik enthaltene Schlauch des Gastroskops über die Nüster, den ventralen Nasengang, den Kehlkopf in die Speiseröhre und dann direkt in den Magen vorgeschoben. Aufgrund der Sedation darf der Patient erst zwei Stunden nach dem Eingriff wieder Futter erhalten.

 

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