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Termine - Events -
Aktuelles
Termine:
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Datum |
Ort |
Ereignis |
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03.06.2012 |
Pferdezentrum
Fister |
10 Jahre
Bilsen - "Tag der offenen Tür"
Flyer |
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18./19.08.2012 |
Pferdezentrum
Fister |
Jugend-
u. Juniorenturnier |
Stellenangebote
Aktuelles:
Workshop - Erste Hilfe am
Pferd
Themenbereiche:
-
Verbände wickeln - gewusst wie
Verschiedene Verbände und unterschiedliche Verbandsmaterialien werden
vorgestellt und den Teilnehmern gezeigt, wie diese anzulegen sind.
- Infektionskrankheiten
Die
Teilnehmer erhalten Informationen über Infektionen, Seuchen etc. und können
selbst Fieber, Atmung und Puls messen sowie die Lunge abhören. Abschließend
wird noch eine Bronchoskopie am Pferd oder per Video gezeigt.
- Krankheitsanzeichen –
1. Hilfe am Pferd
Es werden
Krankheitsanzeichen wie Kolik, Hufrehe, Kreuzverschlag, Verletzungen,
Schlundverstopfung etc. erläutert und erklärt welche Erste Hilfemaßnahmen
ergriffen werden sollten. Ferner wird der Inhalt einer Stallapotheke
besprochen sowie ein praktikables Impf- und Entwurmungsmanagement
vorgestellt
Sie haben Interesse und würden gern so einen Workshop bei uns
durchführen? Kein Problem!
Weitere
Informationen:
Zeit
: ca. ½ Std. pro Gruppe
max. Teilnehmerzahl je Gruppe : 10 Personen
min. Gruppenanzahl : 2
Kosten
: bis 20 Teilnehmer 200,- EUR netto
ab 21 Teilnehmer 300,- EUR netto
ab 31 Teilnehmer 400,- EUR netto
etc.
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Zeitungsartikel "Lahm, unreitbar, ausgemustert" - Neue Hoffnung für Pferde
mit Arthrose
(PDF-Datei).
...Lesen?
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In der Serie "Hamburgs Tierärzte" erschien
im Hamburger Abendblatt am 29. Dezember 2003 folgender Artikel über
unsere Klinik:
Unter Hamburger Reitern ist Bilsen eine gute Adresse zur Behandlung lädierter
Pferdebeine:
Die Klinik von Dr. Dirk Fister.
Von Cornelia Werner
Kopfüber kommt der Patient in den OP. Seine vier Beine
sind mit Stricken an einer Laufschiene unter der Decke befestigt. Dann
wird das Pferd sanft auf dem OP-Tisch abgesetzt. Es sieht ganz leicht aus,
wie das rund 600 Kilogramm schwere Tier in die richtige Position gebracht
wird - und es tut ihm auch nicht weh. Das narkotisierte Pferd liegt auf
dem Rücken, wird durch einen dreieinhalb Zentimeter dicken Schlauch
beatmet, die Beine an Stangen festgebunden. Jetzt entnimmt Dr. Dirk Fister
Knochenmark aus dem Brustbein und spritzt es in das Hinterbein, knapp über
dem Fesselgelenk. Nach einer halben Stunde ist die Operation beendet. Das
Pferd wird über die Laufschiene in den Aufwachraum gebracht, eine mit
Schaumstoffmatten gepolsterte Box. Jetzt dauert es nur noch 30 Minuten,
bis der Patient wieder auf allen Vieren steht.
"Wir haben eine Stammzelltherapie durchgeführt, um eine
Sehnenverletzung zu behandeln", erklärt Fister, Chef der
Pferdeklinik in Bilsen, 20 Kilometer nördlich von Hamburg, und unter
Hamburger Pferdeliebhabern eine bekannte Adresse für lädierte
Pferdebeine. Die Stammzelltherapie aus den USA setzt Fister seit Oktober
ein. Das Prinzip: Aus dem Knochenmark werden Stammzellen entnommen, die
sich in andere Gewebezellen entwickeln können. Sie werden dann zum
Beispiel in verletzte Sehnen gespritzt, um dort wieder neues Gewebe
aufzubauen. Auch bei Knorpelschäden im Gelenk lässt sich diese Therapie
anwenden. "Sehnen- und Gelenkverletzungen zählen zu den häufigsten
Ursachen, wenn Pferde plötzlich lahmen", erklärt der 52-Jährige,
der sich gleich nach seinem Tiermedizin-Studium auf Pferde spezialisierte.
Seit zwölf Jahren betreibt er eine Pferdeklinik, seit 2001 in Bilsen. Zu
dem Zentrum gehören neben der Pferdeklinik mit 28 Boxen auch ein
Pensionsstall und ein Pferde-Ausbildungszentrum, die von Ehefrau Andrea
(42) geleitet werden. Kein Wunder, dass sich in der Familie alles um
Pferde dreht. Die Töchter Lina (17), Amelie (16) und auch schon Marie
Helene (6) sind begeisterte Turnierreiter. Wenn im Sommer fast jedes
Wochenende ein Turnier ansteht, werden sie oft von ihrem Bruder Mataeus
(19) begleitet, der nach der Bundeswehrzeit Tiermedizin studieren will.
Auch Andrea und Dirk Fister waren passionierte Reiter.
Doch ihre Arbeit lässt ihnen dazu nicht mehr viel Zeit. Die Pferde in der
Klinik müssen rund um die Uhr betreut werden. In zwei Operationssälen
werden pro Monat etwa 40 Pferde operiert. Sieben Tierärzte kümmern sich
um die Patienten. Modernste Geräte stehen zur Verfügung. Denn wenn ein
Pferd lahmt, bedarf es oft einer gründlichen Untersuchung, um die Ursache
herauszufinden.
Am Anfang lässt Fister das Pferd vortraben und macht eine Beugeprobe.
Dabei wird das kranke Pferdebein stark angewinkelt, dann beobachtet der
Tierarzt, ob sich die Lahmheit danach verstärkt. "So finde ich
heraus, ob Gelenke oder Bänder mitbeteiligt sind. Außerdem taste ich die
Sehnen ab", so Fister.
Dann stellt er über eine örtliche Betäubung fest, wo das Pferd
Schmerzen hat. "Bei dieser diagnostischen Anästhesie werden einzelne
Abschnitte des Pferdebeins örtlich betäubt." Wenn dadurch die
Lahmheit innerhalb von fünf Minuten verschwindet, weiß Fister, dass hier
die Ursache für die Lahmheit zu finden ist. "Dann führen wir eine
so genannte Szintigraphie durch: Wir geben dem Pferd radioaktive
Substanzen, die sich im Knochen einlagern. Nach zwei Stunden kann ich
beurteilen, ob und wo sich im Knochen ein Entzündungsherd befindet."
Weitere Methoden sind Röntgen- und Ultraschalluntersuchungen.
Ein häufiges Problem sind zum Beispiel so genannte Chips,
Knorpel-Knochenabsprengungen im Gelenk. "Um sie zu entfernen, wird
eine Spiegelung des Gelenkes durchgeführt. Wenn es auch zu einer Arthrose
gekommen ist, transplantieren wir gleichzeitig Stammzellen, damit sich der
Knorpel regenerieren kann", so Fister. Auch Knochenbrüche werden im
OP mit Schrauben und Platten stabilisiert. "Brüche im Gelenk lassen
sich gut behandeln. Bei Brüchen der langen Röhrenknochen stoßen wir an
unsere Grenzen", sagt der Pferdechirurg. Denn das Pferd steht nach
einer Operation mit allen vier Beinen auf, die sofort das volle Gewicht
tragen müssen. "Da reicht eine falsche Bewegung, und der Bruch ist
wieder instabil. Um dieses Risiko zu reduzieren, arbeiten wir daran, die
Pferde im Wasser aufstehen zu lassen."
Die Vorteile des Wassers nutzt Fister schon jetzt. Wenn Pferde zum
Beispiel an Gelenken operiert wurden, werden sie nach zwei bis drei Wochen
Boxenruhe in den Aquatrainer gebracht - eine kleine Box mit einem
Laufband, die gerade so groß ist, dass das Pferd hineinpasst. Diese Box
wird geflutet, und das Laufband so eingestellt, dass das Pferd langsam im
Schritt laufen oder traben muss. "Durch den Auftrieb des Wassers
tragen die Pferdebeine nur noch 20 Prozent des Körpergewichts. So
entlasten wir das verletzte Gelenk und trainieren gleichzeitig die
Muskulatur."
Für innovative Projekte ist der Pferdedoktor immer zu haben. Er reist zu
Kongressen und Fachveranstaltungen und studiert abends zu Hause die
Fachliteratur. Doch auch noch andere Vierbeiner spielen in seinem Leben
eine wichtige Rolle: Auf dem Gelände des Pferdezentrums sind 20
Galloway-Rinder untergebracht, eine robuste Rinderrasse, die aus
Schottland stammt. "Mein Mann ist begeisterter Galloway-Züchter",
verrät Andrea Fister mit einem Schmunzeln.
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